Abstract
Ökologen propagieren seit langem, Mähgutübertragung zur Etablierung artenreicher Grünlandbestände als Alternative zur Ansaat beziehungsweise Nachsaat mit Regiosaatgut anzuwenden. Dieser Beitrag untersucht die möglichen Ursachen für die geringe Verbreitung und entwickelt Vorschläge, wie man einen vermehrten Einsatz fördern könnte. Eine Analyse der Verfahrenskosten zeigt, dass die Mähgutübertragung kostengünstiger als die Verwendung von Regiosaatgut ist. Anwendungshemmnisse liegen eher in den mangelnden Spezialkenntnissen und dem höheren organisatorischen Aufwand des Verfahrens. Zusätzlich sind sich potenzielle Anwender:innen bezüglich des rechtlichen Rahmens einer Mähgutübertragung unsicher. Um die Anwendung des Verfahrens zu fördern, wird empfohlen, rechtliche und bürokratische Hürden abzubauen, eine Informations- und Kommunikationsoffensive zur Mähgutübertragung auf den Weg zu bringen, Angebot und Nachfrage durch Etablierung von Kontaktbörsen zusammenzubringen und bestehende Geschäftsmodelle besser zu kommunizieren.
| Translated title of the contribution | Cuttings Transfer: Between Aspiration and Reality |
|---|---|
| Original language | English |
| Pages (from-to) | 17-24 |
| Journal | Anliegen Natur |
| Volume | 45 |
| Issue number | 1 |
| DOIs | |
| Publication status | Published - 17 Jan 2023 |
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