Geometrie von virtuellen Oberflächer: Darstellung der Passgenauigkeit durch Berechnung einer farbkodierten Fehleroberfläche

W. Schweitzer, M.E. Schaepman, W. Bär

Research output: Contribution to journalAbstractAcademic

Abstract

Virtuelle Oberflächen können als Listen von Punktkoordinaten und sich darauf beziehende Dreiecke verarbeitet werden.Diese erhält man z.B. als Ergebnis der Auswertung nicht-invasiver Scanmethoden wie etwa der Computertomografie, als Ergebnis von photogrammetrischen Messverfahren, oder als Ergebnis von Laser-Scan-Verfahren. Zum Einpassen einer virtuellen Fläche A (z.B. "Gegenstand") auf eine virtuelle Fläche B (z.B. "geformte Verletzung") versucht der Untersucher, relative Position und Winkel von Fläche A zu verändern,bis eine "möglichst gute" Einpassung erzielt wird.Für das ornehmen der Einpassung und die anschliessende Beurteilung der Passgenauigkeit ist es wünschenswert, eine anschauliche Darstellung eines relevanten Messwertes zu erhalten. Die alleinige Darstellung von zwei sich räumlich durchdringenden und teilweise überdeckenden Oberflächen gibt nicht zwingend Aufschluss über den Grad der Passgenauigkeit.Als Messwert ermitteln wir für jeden Punkt der virtuellen Fläche A das kleinste Abstandsquadrat (least square error) gegenüber jedem Punkt der Fläche B. Diese minimale Abstandsquadrat-Berechnung wird zur Lösung von sehr vielen Pass-Problemen verwendet und gilt als robust. Für unser Problem ist das Ergebnis eine ganze Zahlenmatrix voller Fehlerwerte: für jeden Punkt der virtuellen Fläche A einer. Obschon nun die Kurve oder das Balkendiagramm als sinnvolle Darstellung von Messwerten gilt, ist diese Art Darstellung für unser Problem nicht zweckmässig.Stattdessen lässt sich der Fehlerwert als farbkodierten Überzug über die virtuelle Fläche A (z.B.den "Gegenstand", der in die "geformte Verletzung" eingepasst werden soll) darstellen.Solche hleroberflächen (error surfaces) erlauben das Ablesen der Passgenauigkeit an der virtuellen Fläche A, wobei der direkte Bezug zur Geometrie der Oberflächenstruktur erhalten bleibt. Auf dem Poster wird diese Methode an typischen Beispielen dargestellt.
Original languageGerman
Pages (from-to)259-259
JournalRechtsmedizin
Volume13
Issue number4
Publication statusPublished - 2003

Cite this